Das „Madhouse“
Irrenhaus als Zukunftsvision für die Jugend Rathenows?
Viele Rathenower Bürgerinnen und Bürger erinnern sich an den Oktober 2006. Sie kamen in den Inselweg und boten ihre Hilfe beim Ausbau der neuen
Skaterhalle auf der Magazininsel an. Die alte Zietenhalle in der Schopenhauerstraße, die sich zu einem Zentrum der lokalen, nationalen und internationalen
Skater- und BMX-Szene, aber auch zu einem beliebten Jugendtreff entwickelt hatte, war im Mai – einen Tag vor ihrer geplanten großen Wiedereröffnung -
abgebrannt.Ein Fernsehteam des Rundfunk Berlin Brandenburg war beim Wiederaufbau dabei und so konnten die Helfer jeden Abend in der Sendung „zibb – Zuhause in Berlin und Brandenburg“ verfolgen, was sie in insgesamt 96 Stunden geschaffen hatten. Damals gab es sehr viel Unterstützung von den Bewohnern, Firmen, Politikern und natürlich den Jugendlichen Rathenows, die das niedergebrannte Jugendzentrum an der ehemaligen Zietenhalle neu errichten wollten. Doch waren mit dem Ende der „96 Stunden“- Aktion alle Arbeiten erledigt und das „Tagesgeschäft“ einer Skate- und BMX-Halle konnte beginnen? Weit gefehlt!
Mit den Arbeiten Anfang Oktober 2006 war eine Grundlage geschaffen worden, auf deren Basis Jugendleben entwickelt werden konnte.
Jedoch sah es noch lange nicht so aus, wie der Streetworker und ehrenamtliche Vorsitzende des Betreibervereins „Funbox Rathenow e.V.“,
Martin Kanitz, sich ein funktionierendes Jugendzentrum vorstellte. Die in der kurzen Zeit eingebauten Rampen ließen viele Wünsche der Skater und
BMX- Biker offen. Also wurde mit den Jugendlichen vor Ort und tatkräftiger Unterstützung des Zimmerermeisters Mario Weber, vieles
noch einmal entfernt und wieder neu aufgebaut.Im Frühjahr 2007 konnten die Sportler auf verschiedenen Rampen – so genannten Obstacles – ihr Können proben bzw. zur Schau stellen.
Im einzelnen handelt es sich um:
- Eine Minirampe mit den Maßen 7 x 12 x 1,80m (B x H x L)
- Eine „Jump-Box“ (2,50 x 1,50m)
- Eine „Spine“ (3,70 x 1,50m)
- Eine „Halfe Bowl“ (ca. 1,30m Höhe)
- Ein „Wall-Ride“ (6 x 3m)
- Ein weiteren „Wall-Ride“ (quarter-bank-quarter; 12 x 4m)
- Ein „Quarter“ (2,50 x 1,80m), sowie
- Einen „Roll-In“ zum Schwung holen (4 x 3,50m).
Wer mit all diesen Begriffen nichts anfangen kann, ist herzlich eingeladen, sich die verschiedenen Sportgeräte in der Halle erkl¨ren zu lassen. Für Anfänger im BMX-Sport gibt es jeden Mittwoch einen Einsteigerkurs. Leihräder stehen im begrenzten Maße zur Verfügung (0,50€/Tag). Anmeldungen werden unter 03385 627787 entgegen genommen.
Doch die Arbeiten am „Madhouse“ sind nie ganz vorbei. „Ziel ist es. ein umfassendes Angebot zu bieten, das neben den Skatern und BMXern allen Jugendlichen
der Stadt offen steht und attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet“, so der Streetworker Kanitz. Geplant sind Projekte wie
Kunstschweißen, Holzwerkarbeiten und alles, was die Jugendliche der Stadt interessiert. Auch die Entspannung soll auf dem Freigelände nicht zu kurz kommen.Das große Problem – wie sollte es anders sein – liegt in der Finanzierung des Objektes. Miet- und Betriebskosten sowie Baumaterialen sind nicht umsonst zu haben. Die Eintrittsgelder (2€/Tag bzw. 10€/Monat) können das Kostenaufkommen bei weitem nicht decken. Somit ist der „Funbox Rathenow e.V.“ weiterhin auf Spenden angewiesen. (Konto 3861014440, BLZ 16050000 MBS, Inhaber: Funbox e.V.).
Das Madhouse befindet sich am
Inselweg 6 auf der Magazininsel.
Öffnungszeiten
Sonntag, Mittwoch und Donnerstag 15:00 bis 19:00 Uhr
Freitag und Samstag 14:00 bis 21:00 Uhr
Eintrittsgelder
Tageskarte: 2€
Monatskarte: 10€
Ausleihrad: 0,50€ pro Stunde oder 2€ am Tag
Inselweg 6 auf der Magazininsel.
Öffnungszeiten
Sonntag, Mittwoch und Donnerstag 15:00 bis 19:00 Uhr
Freitag und Samstag 14:00 bis 21:00 Uhr
Eintrittsgelder
Tageskarte: 2€
Monatskarte: 10€
Ausleihrad: 0,50€ pro Stunde oder 2€ am Tag